Infos zu Koi-Karpfen und Japankoi

Behandlung von kranken Koi-Karpfen

Wer kranke Fische in seinem Teich hat und zur Behandlung der Erkrankungen Antibiotika vom Tierarzt verordnet bekommt, der sollte einige Aspekte bei einer solchen Medikamententherapie beachten. Die Koi sollten nicht im Teich mit den Medikamenten behandelt werden, sondern in einem Quarantänebecken. Antibiotika töten in einem Teich auch die Bakterien des Teichfilters, andere Medikamente zur Parasitenbekämpfung wiederum töten auch das Teichplankton und einen Teil der Filterorganismen.

Das Absterben dieser Organismen kann zu einer starken Verschlechterung der Wasserqualität im Teich führen, weshalb man nur in Einzelfällen das Füttern mit einer Medizinalfuttermischung im Teich vornehmen sollte. Dies kann zum Beispiel der Fall sein, wenn der Teich zu tief ist, um die Fische herauszufangen, oder wenn bereits zu viele Fische im Teich erkrankt sind. Eine Behandlung im Quarantänebecken hat auch noch den zusätzlichen Vorteil, dass man den weiteren Krankheitsverlauf deutlich besser beobachten kann als im Teich. Das Behandlungswasser sollte über Aktivkohle gefiltert werden, so dass die Medikamente sicher entsorgt und gebunden werden können.

Niemals sollte man einfach auf Verdacht verschiedene Medikamente gleichzeitig in seinen Teich werfen, da in einem solchen Fall akute Vergiftungsgefahr für die Fische besteht. Auch lässt sich kaum eine Fischkrankheit vom Fischhalter rein über die Symptomatik diagnostizieren, so dass eine Verdachtsbehandlung mit verschiedenen Medikamenten meistens sinnlos ist.