Infos zu Koi-Karpfen und Japankoi

Resistenzausbildung

Werden Bakterien, die Fischkrankheiten auslösen mit einem nicht voll wirksamen oder falsch dosierten Antibiotikum bekämpft, kann es zu einer Ausbildung von Resistenzen kommen. Dabei überleben robuste und anpassungsfähige Bakterien die Antibiotika-Therapie und sprechen danach nicht mehr darauf an. Durch die schnelle Vermehrungsrate von Bakterien wird die Resistenz innerhalb eines Stammes schnell von einem Bakterium auf ein anderes übertragen.

So kann es im Extremfall auch passieren, dass solche Resistenzen bis zu Bakterien weitergegeben werden, welche auch für den Menschen krankheitsauslösend sein können. Weiterhin können sich verschiedene Resistenzgene miteinander kombinieren und multiresistente Bakterienstämme entstehen lassen.

Je mehr Antibiotika bei den Koi eingesetzt werden, desto größer ist auch die Gefahr einer Ausbildung von Resistenzen. Dementsprechend sollten Antibiotika nur von einem Tierarzt verschrieben werden, und dieses nur nach einer entsprechenden Untersuchung der Bakterien und der Resistenzlage der Keime.

So sollte man auf keinen Fall Antibiotika von einem wohlmeinenden Koi-Händler oder einem Freund angenommen werden, um erkrankte Koi auf Verdacht hin zu behandeln. Natürlich sollte man auch selbst solche Antibiotika nicht an andere Koihalter weitergeben, wenn man sie selbst nicht mehr braucht.