Infos zu Koi-Karpfen und Japankoi

Sekundärinfektionen

Das Immunsystem von Koi, welche unter schlechten Haltungsbedingungen leben müssen, ist geschwächt und nicht mehr wie bei einem gesunden Tier in der Lage, Parasiten und andere Feinde abzuwehren. Die Fresszellen in der Schleimhaut der Tiere sind weniger aktiv, so dass Parasiten und Keime leichter in die Haut eindringen können.

Vor allem die Parasiten verursachen durch ihre Fraßtätigkeit und die Hakenapparate, mit welchen sie sich in der Fischhaut verankern, kleine Verletzungen, die als Mikroläsionen bezeichnet werden. Diese werden bei den geschwächten Tieren durch Bakterien besiedelt, welche Juckreiz und Entzündungen auslösen. Die Koi beginnen, sich vermehrt am Teichrand und am Boden zu scheuern, wodurch die schützende Schleimschicht noch zusätzlich zerstört wird.

Wenn die Bakterien erst einmal eine Pforte zum Eindringen gefunden haben, bilden sich rasch größere Infektionsherde, blutige Schuppenblasen und Flossensäume, was als Sekundärinfektionen bezeichnet wird. Diese befallenen Hautstellen sind ein Gemisch aus Parasiten, Bakterien und zerstörtem Gewebe, welches den optimalen Nährboden für Pilze und Teichlebewesen, die sich auf den Abbau organischen Materials spezialisiert haben, darstellt.

Wenn den erkrankten Tieren nicht frühzeitig die richtige Hilfe zukommt, können sie als schwimmende Nährstofflager enden und in eine Watteschicht aus Pilzfäden eingesponnen zum Tode verurteilt durch den Teich dümpeln.