Infos zu Koi-Karpfen und Japankoi

Wurmerkrankungen von Japankoi / Nishikigoi

Neben der Haut kommen auch im Darm von Koi-Karpfen Wurmerkrankungen vor. Dabei handelt es sich zum Beispiel um einen Befall mit Bandwürmern, welche von Tierärzten regelmäßig bei den Tieren diagnostiziert werden. In den meisten Fällen handelt es sich dabei um den Bandwurm Bothriocephalus.

Der Entwicklungszyklus dieses Parasiten verläuft über ein Krebstierchen des Teichplanktons, in welchem sich der Bandwurm schließlich zu dem für die Kois infektiösen und damit gefährlichen Stadium entwickelt. Bandwürmer gelangen oft mit infizierten Fischen, beispielsweise bei Neukauf, oder auch durch Wasser aus verseuchten Teichen in das eigene Gewässer.

Zudem können auch Wasservögel in ihrem nassen Gefieder befallene Krebstierchen in die Teiche transportieren. Auch die Entwicklungszyklen von Saugwürmern, den so genannten Trematoden, sowie Kratzern, den Acantocephalen, verlaufen über Zwischenwirte.

Wie bei den Bandwürmern auch kann der Endwirt ein Fisch oder ein Wasservogel sein, so dass ein Koi sowohl Larven als auch geschlechtsreife Würmer in sich tragen kann. Im Normalfall wird ein gesunder Koi durch einen leichten Befall der Darmparasiten nicht sonderlich geschädigt.

Ein geschwächter Fisch dagegen kann durch einen Befall mit Darmparasiten auch weitere Infektionen hinzubekommen, so dass bei einem diagnostizierten Wurmbefall zur Sicherheit immer eine Behandlung erfolgen sollte.