Infos zu Koi-Karpfen und Japankoi

Teich-Beschattung

Karpfen leben in ihrem natürlichen Lebensraum in Seen und langsam fließenden Fließgewässern, die meistens über relativ trübes Wasser verfügen. Die Karpfen haben sich an diesen Lebensraum im Laufe der Evolution angepasst und reagieren dementsprechend sehr empfindlich auf eine direkte Sonneneinstrahlung, wie sie in vielen Koi-Teichen vorkommt, die ja in der Regel mit klarem Wasser gefüllt sind.

So können die Koi Sonnenbrand bekommen, außerdem schädigt die UV-Strahlung die wichtigen Immunabwehrmechanismen der Fischhaut. So stehen im Prinzip die Interessen der meisten Koi-Halter, nämlich ihre Lieblinge im klaren Wasser des Teiches auch gut sehen zu können, den gesundheitlichen Anforderungen der Koi an ihren Lebensraum entgegen.

Vor allem im Sommer sollte jeder Koiteich über eine Beschattung zumindest in Teilen verfügen, damit die Fische nicht den ganzen Tag über der prallen Sonne ausgesetzt sind. Möglichkeiten der Beschattung gibt es verschiedene. So kann der Koihalter zum Beispiel ein Segel über seinen Teich spannen oder eine Schwimminsel auf das Wasser legen, was einfach, schnell und günstig zu bewerkstelligen ist.

Stege, Brücken und Terassen, wie sie bei vielen Teichen angelegt werden, bieten den Fischen ebenfalls den dringend benötigten Schatten. Ansonsten kann man seinen Teich auch für eine gewisse Zeit grün werden lassen, was jedoch von den meisten Teichbesitzern abgelehnt wird, da dann die Fische nicht mehr zu sehen sind.

Außerdem muss bei einem grünen Teich der pH-Wert sehr genau beobachtet werden, da die dort verstärkt stattfindende Photosynthese vermehrt CO2 verbraucht.